Begegnungen auf und entlang der Panamericana 2006 – 2013

Ein besonderer Mensch

Tikal

April 2007

In Tikal machen wir diesmal eine Führung mit. Unser Guide heißt Caesar und ist ein ganz besonderer Mensch. Seine Familie hat sehr unter den politischen Verhältnissen im Land gelitten. Seine Mutter ist mit ihm erst nach Mexiko und dann in die USA emigriert. Er erzählt uns: Die Mexikaner schauen auf die Guatemalteken herab, weil die kleiner und dunkler sind. (Viel größerer Mayaanteil!) In der USA ist er groß geworden, aber dann ist er vor 15 Jahren zurück nach Guatemala, weil sie ihn in der USA immer als Mexikaner behandelt haben und weil Guatemala etwas hat, worauf er stolz sein kann.

Norm, der Amerikaner

Los Angeles - California

6. Januar 2008

Er heißt Norm, leitet ein Filmstudio mit 360 Mitarbeitern. Hat sich ein Auto aus Schrott- und alten Orginalteilen zusammengebaut. Er ist ein ganz ungewöhnlicher Amerikaner, denn -er kann (fast) alles -er ist informiert -er findet, dass Fernsehen dumm macht Er war von Jörgs Auto begeistert und Jörg von seinem.
Und in diesem Auto hat Jörg eine Probefahrt machen dürfen. Wer mehr von Norm wissen will, klickt hier.

Patricio, der Chilene

Pucón, Chile

9. Dezember 2011

Refugio Tinquilco heißt das kleine Paradies im Nationalpark mit dem unaussprechlichen Namen Huerquehue. Durch Zufall haben wir es gefunden. Weil wir uns mit dem Landcruiser zunächst nicht mehr weitergetraut haben, sind wir gelaufen. Fast eine Stunde durch eine großartige Landschaft. Dann schimmerte plötzlich eine riesige kanadische Flagge durch das Dschungelgrün.
Wir verbrachten ein paar wunderschöne Tage bei Patricio mit exzellenter Küche und interessanten Gespächen. Patricio ist Filmemacher, Musiker und Koch. Er ist mit einer Kanadierin verheiratet, hat Pablo Neruda getroffen, ein ungewöhnliches Haus gebaut und im Moment schreibt er an einem Kochbuch.
Die Abgeschiedenheit in dieser wunderbarenb Natur machen aus diesem kleinen Fleckchen Erde einen ganz besonderen Ort. Mehr über Patricio und das Rifugium erfahrt ihr hier.

Bierdosen als Christbaumschmuck

Ushuaia, Tierra del Fuego

24. Dezember 2011

Das erste Mal trafen wir Heidi und Bernd in Valpariso, Chile. Die beiden Weltreisenden warteten auf ihre Motorräder aus Japan. Was sie zu erzählen hatten, imponierte uns mächtig. Für uns waren Motorradfahrer immer ein klein wenig verrückt. Dieses Urteil hat sich nicht sehr geändert. Nachdem wir Heidi und Bernd kennen gelernt haben, ist aber eine große Portion Respekt dazugekommen. Nur zwei Beispiele: Bei 5°C Außentemperatur warte ich auf die warme Dusche, die um 8:00 Uhr öffnen soll. Als ich kurz vorher erscheine, um der erste zu sein, sitzt Heidi schon am Computer – im Freien wohl gemerkt – und sagt so nebenbei, sie hätte soeben geduscht. Auf meinen verständnislosen Blick hin, sagt sie beiläufig, sie habe kalt geduscht. Meinen immer verständnisloseren Gesichtsausdruck quittiert sie mit der lapidaren Bemerkung “Einmal im Jahr muss man doch duschen.” Und das festliche Dinner am Heiligen Abend mit euch und euren Freunden wird uns ewig in Erinnerung bleiben. Einen großen Zweig von einem Laubbaum in den Boden rammen, ein paar leere Bierdosen dranhängen statt der Glaskugeln, die Stirnlampen als Lichter installiert – und fertg ist der Christbaum. Es war so schön mit euch, dass wir für ein paar Stunden vergessen haben, zum ersten Mal seit zehn Jahren Weihnachten ohne unsere Kinder zu feiern. Wer mehr von den beiden wissen will, klickt hier.

One Life. Live it.

Laguna del Diamante, Argentinien

Februar 2012

So steht es auf ihrem Auto. Und genau so gestalten Evelin und Hans Hermann ihr Leben. Nicht zum ersten Mal sind sie in Südamerika unterwegs. Ihr “casa rolande” ist ein Landrover mit einer Kabine oben drauf, die Hans so ausgebaut hat, dass es ein Profi nicht hätte besser machen können. Außerdem ist Hans so etwas wie ein wandelndes Lexikon. Mit ihm als Tourguide sind wir an Orte in den Anden gekommen, die wir allein nie aufgesucht hätten. Inzwischen haben wir auch mal bei “Land Rover Experience” im Netz recherchiert und verstehen jetzt, welchen Spezialisten wir da zur Seite hatten.

Unbedingt erwähnt werden muss auch der Pflaumenkuchen von Evi. Ein Gedicht von einem Kuchen! Oder ihre Kürbissuppe. Am würzigsten aber war ihr Humor. Wenn sie ihren Satz mit den Worten begann “Hör mal …”, wusste Jörg meist sofort, dass er durchschaut war.

Ein ganz dickes Dankeschön euch beiden für die gemeinsamen Tage. Noch nie auf dieser Reise haben wir sooooo viel gelacht.

Die Rettung

Vicuna, Chile

März 2012

Fast auf der gesamten Strecke von Argentinien über den Paso del Agua Negra nach Chile hat uns ein hässliches Geräusch vom rechten Vorderrad her begleitet.
4775 m Höhe haben wir mit defekten Bremsen überwunden und dabei weitere 300 km zurückgelegt. Wir hatten keine andere Wahl. Die Ferndiagnose aus Deutschland lautet “Radlager gebrochen”.

In dem kleinen Städtchen Vicuna kommt Hilfe. Sie hat einen Namen: Don Gabriel. Trotz beengter Verhätnisse finden wir in seinem Werkhof Platz und merken beide sofort, dass hier ein Meister seines Faches zu Hause ist. Aber auch ein Mensch, der seine große Erfahrung mit Geduld an junge Leute weiter gibt. Der freundliche Jonny beschäftigt sich mit unserem Auto und holt immer wieder seinen Ratschlag ein. Bezeichnend ist auch die freundliche Art, mit der Don Gabriel die Sprachbarriere zu “Seniora Marjorie” überwindet.

Am Ende ist unser Auto repariert und wir haben gelernt, dass es in Chile Mechaniker gibt, die im Nebenberuf sogar Philosoph und Seelsorger sind.

Schweizer im Ausland

Salta, Argentinien

März 2012

Schweizer im Ausland

sind umgängliche Leute. Aber dass sie soooooooo nett sein könnten, hätten wir nicht geglaubt. David und Fabienne sind ein derart liebenswertes Schweizer Pärchen, dass Jörg den Strafzettel, den er in Basel erhielt, endgültig vergessen hat. Das erste Mal getroffen haben wir die Beiden in Mendoza. Er lag unter seinem “Büssli” und sie war mit einer Landkarte beschäftigt. Das zweite Mal trafen wir sie auf der Ruta 40. Es war schon später Abend und wir hatten immer noch keine Bleibe für die Nacht. Ein dunkelblauer VW-Bus fuhr plötzlich mitten in der Stadt direkt neben uns, bis wir die Beiden erkannten. Dankbar zockelten wir hinter ihnen her zu einem schönen Campingplatz, auf dem sie schon einen Nacht verbracht hatten. In Salta hatten wir uns erneut verabredet. Und dort fand David dann den Grund für das Klappern, dass unser Toyota seit einigen Tagen von sich gab: Der Auspuff war nicht mehr richtig fest. Mit viel Muskel- und Zeitaufwand sorgte er dann dafür, dass unser Landcruiser wieder richtig gesund wurde.

Ein ganz dickes Dankeschön für deine Hilfe, David. Und ein noch dickeres Dankeschön an dich, liebe Fabienne, dass du so viele Stunden auf deinen Schatz verzichtet hast.

Schweizer im Ausland

Solis, Uruguay

März 2012

…sind umgängliche Leute. Ja, ja – das habt ihr schon einmal gelesen. Aber wir haben schon wieder welche getroffen!
Zwischen Montevideo und Punta del Este, da wo sich der Rio de La Plata mit dem Wasser des Atlantik mischt, haben sich die beiden Schweizer Silvia und Heinz ein Paradies geschaffen.
Paraiso Suizo ist ein mehrere Hektar großes Gelände mit einem alten Baumbestand und einem wunderbaren Sandstrand. Teilweise haben die beiden das Gelände parzelliert und qualitativ hochwertige Häuser darauf gesetzt, welche sie vorwiegend an Schweizer verkauft haben. Die kleine Ansiedlung ist daher in Uruguay als Schweizer Kolonie bekannt. Wer Heimaturlaub vom Südamerikaurlaub machen will, kann dort auch sein Auto ganz sicher unterstellen. Wir haben dort ein paar wunderschöne Tage verbracht, viel gelacht und viele Tipps bekommen. Natürlich muss man an dieser Stelle auch noch erwähnen, dass Heinz das beste Rösti von ganz Südamerika macht.

Zwei Amerikaner

Atlántida, Uruguay

August 2012

Atlántida in Uruguay ist ein nettes kleines Städtchen mit einem phantastischen Sandstrand. Dort Freunde zu haben, ist eine feine Sache.
Tolerante, weltoffene und sehr gut informierte Amerikaner kennen wir nur sehr wenige. Zwei von dieser “Spezies” Freunde nennen zu dürfen, ist auch eine feine Sache.
Wenn beides zusammen kommt – wenn man also im schönsten Ort Uruguays zwei tolle Amerikaner und wunderbare Menschen Freunde nennen darf, dann ist das eine superfeine Sache 🙂
Doug und Susan kennen wir bereits von Mexiko her. Dort haben wir in ihrem schönen Haus ein paar angenehme Tage verbracht. Seit ein paar Jahren leben sie in Uruguay – verkürzt gesagt, weil es dort friedlicher ist als sonst irgendwo auf der Welt.
Auch hier in Südamerika haben sie wieder ein schönes Haus, in dem wir uns sehr wohl gefühlt haben. Nur eine halbe Stunde entfernt haben sie sich vor kurzem ein großes Stück Land gekauft. Jetzt schmieden sie allerlei Pläne und sind dabei, ihre Träume zu realisieren. Vor allem hofft Susan als Autorin, in dieser ländlichen Idylle die nötige Ruhe zum Schreiben zu finden.
Habt Dank ihr Zwei für Speis und Trank, vor allem aber für den prima Chardonnay und die vielen intensiven Gespräche.

Zufälle

Santa Teresa, Uruguay

August 2012

Wir sind soeben aus dem Paraiso Suizo kommend auf die Straße Richtung Montevideo eingebogen und haben gerade mit einem Seufzer 😉 festgestellt, dass wir lange keine anderen Reisenden mehr gesehen haben, als auf der Gegenfahrbahn ein Toyota Landcruiser vorbeisaust. Wir wenden sofort, fahren illegaler weise über den Mittelstreifen und parken hinter dem Schweizer Auto. Das Paar haben wir noch nie gesehen, erkennen es aber sofort. Es sind Ruth und Walter Odental, deren informative und reich bebilderte Homepage wir schon oft studiert haben. Liebe Ruth und lieber Walter, auch an dieser Stelle nochmals ein ganz dickes MERCI für Eure vielen wertvollen Tipps, aber vor allem für das schöne Zusammensein. So viel haben wir beide schon lange nicht mehr gelacht.

Tarzan

Laguna Colorada, Bolivien

November 2012

Tarzan heißt eigentlich Fin und ist der Schwarm aller Südamerikanerinnen. Seine Eltern heißen Chrisi und Ulli. Ihre große, gemeinsame Leidenschaft ist das Segelfliegen. Seit sie mit ihrem Pickup Truck in Südamerika gelandet sind, ist das zweite Hobby auch klar – das Reisen. Mit diesen drei sympathischen Menschen haben wir ein paar Tage lang den Süden Boliviens bereist. Bei wunderschönem Wetter konnten wir gemeinsam eine unglaubliche Landschaft genießen. Aber wenn Engel reisen, ist das Glück ja immer mit dabei. Stimmts, ihr Zwei?!

to score the points early

Lagunas Llanganuco, Peru

Dezember 2013

Diese und andere Lebensweisheiten hat Jörg von einem jungen Mann gelernt, der die Welt wie kein Zweiter kennt. Mit seiner bezaubernden Frau Angie reist er im Moment durch Südamerika. Wir durften die beiden erfahrenen Reisenden eine Weile begleiten. Dabei hatten wir viel Spaß miteinander und konnten viele Tips austauschen.

Besonders angenehm empfand es Jörg, als er endlich einmal eine ausgiebige Siesta machen konnte. Auch Angie hat sich gefreut, im Schatten in aller Ruhe lesen zu können. Wieso das möglich war? Ganz einfach – weil Marjorie und Phil sich in der brütenden Mittagshitze auf einen Fußmarsch begaben, um “alte Steine” anzuschauen.

Aber wir halten euch nicht nur für erfahren, sonden auch für mutig! Wo ihr überall schon frei campiert habt! Und dann mit einem so betagten Auto unterwegs zu sein, bei dem sogar das Dach schon Bodenkontakt hatte!

Wo sehen wir uns wieder? – In Asien? Oder wenigstens in Europa? Wir würden uns freuen, wenn sich unsere Wege wieder kreuzen.

Mehr über die Beiden erfahrt ihr hier.